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Prütting – 74. Lfg. 11.2017 – INSO § 2 – Amtsgericht als Insolvenzgericht
RWS Verlag Kommunikationsforum GmbH © RWS Verlag Kommunikationsforum GmbH 978-3-8145-8700-4 Kübler/Prütting/Bork (Hrsg.), InsO: Kommentar zur Insolvenzordnung 2017 § 2 Amtsgericht als Insolvenzgericht
(1) Für das Insolvenzverfahren ist das Amtsgericht, in dessen Bezirk ein Landgericht seinen Sitz hat, als Insolvenzgericht für den Bezirk des Landgerichts ausschließlich zuständig.
(2) 1Die Landesregierungen werden ermächtigt, zur sachdienlichen Förderung oder schnelleren Erledigung der Verfahren durch Rechtsverordnung andere oder zusätzliche Amtsgerichte zu Insolvenzgerichten zu bestimmen und die Bezirke der Insolvenzgerichte abweichend festzulegen. 2Die Landesregierungen können die Ermächtigung auf die Landesjustizverwaltungen übertragen.
(3) 1Rechtsverordnungen nach Absatz 2 sollen je Bezirk eines Oberlandesgerichts ein Insolvenzgericht bestimmen, an dem ein Gruppen-Gerichtsstand nach § 3a begründet werden kann. 2Die Zuständigkeit des bestimmten Insolvenzgerichts kann innerhalb eines Landes auch über den Bezirk eines Oberlandesgerichts erstreckt werden.*
Literatur: Beth, Der Insolvenzrichter als Allround-Genie?, ZInsO 2017, 152; Beule, Die Umsetzung der Insolvenzrechtsreform in die Justizpraxis, in: Kölner Schrift, 2. Aufl., S. 23; Breiter/George/Hingerl u. a., Konzentration zum „großen“ Insolvenzgericht – Der richtige Weg?, ZInsO 2011, 860; Borchers, Die funktionelle Zuständigkeit von Richter, Rechtspfleger und Geschäftsstelle im Insolvenzverfahren am Beispiel des „Hamburger Modells“, in: Kölner Schrift, 1. Aufl., S. 1269; Büttner, Eine eigene Insolvenzgerichtsbarkeit – zwischen Wunsch und Wirklichkeit, ZInsO 2017, 13; Frind, Insolvenzgerichtliche Konzentration und Verfahrenskontrolle – Plädoyer zur Beachtung einer Wechselwirkung, ZInsO 2009, 952; ders., Das Insolvenzverfahren braucht zwei Köche, NZI 2002, 138; Horstkotte/Laroche/Waltenberger/Frind, Ich hab’ noch ein bisschen InsO dabei, ZInsO 2016, 2186; Landfermann, Der Ablauf eines künftigen Insolvenzverfahrens, BB 1995, 1649; Naumann, Die Aufsicht des Insolvenzgerichts über den Insolvenzverwalter, in: Kölner Schrift, 2. Aufl., S. 431; Schmerbach, Das „Große“ Insolvenzgericht als Kompetenzzentrum, ZInsO 2011, 405; ders., Das „große“ Insolvenzgericht – zugleich eine Anmerkung zum DiskE des BMJ für ein Gesetz zur weiteren Erleichterung der Sanierung von Unternehmen v. 30.6.2010, ZInsO 2010, 1670; Uhlenbruck, Zur Forderung des Bundes Deutscher Rechtspfleger auf Vollübertragung des gerichtlichen Insolvenzverfahrens auf den Rechtspfleger, ZInsO 2001, 1129; ders., Die Zusammenarbeit von Richter und Rechtspfleger in einem künftigen Insolvenzverfahren, Rpfleger 1997, 356.

Übersicht

I. System der Zuständigkeit II. Normzweck und Entstehungsgeschichte 1. Normzweck 2. Entstehungsgeschichte 3. Regelungsziel 4. Die ESUG-Kontroverse III. Rechtstatsächliche Hinweise IV. Die sachliche Zuständigkeit 1. Der Begriff der sachlichen Zuständigkeit 2. Ausschließliche sachliche Zuständigkeit 3. Verfahren bei Unzuständigkeit 4. Ermächtigung der Länder zur Ausnahmeregelung V. Funktionelle Zuständigkeit 1. Grundlagen 2. Aufgaben des Richters 3. Aufgaben des Rechtspflegers 4. Handeln eines funktionell unzuständigen Organs 5. Evaluation 6. Änderungen durch das ESUG VI. Rechtshilfe VII. Umfassende Zuständigkeit (vis attractiva concursus) VIII. Gruppengerichtsstand (Abs. 3)
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*)
Absatz 3 ist durch das Gesetz zur Erleichterung der Bewältigung von Konzerninsolvenzen (KIG) vom 13.4.2017, BGBl I, 866, eingefügt worden und tritt am 21.4.2018 in Kraft.

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