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Vorwort zur 80. Lieferung

Vorwort zur 80. Lieferung

Die aktuelle Situation des Insolvenzrechts hat sich gegenüber den Entwicklungen der vergangenen Monate nicht verändert. Weiterhin ist zu konstatieren, dass sich trotz intensiver Diskussionen noch keine gesetzgeberische Maßnahme zur Schaffung eines neuen Berufsrechts der Insolvenzverwalter erkennen lässt. Auch die seit über einem halben Jahr vorliegende ESUG-Evaluation scheint nicht zu legislativen Schritten anzuregen. Stärkste Beachtung findet weiterhin die für Sommer 2019 erwartete Richtlinie über einen präventiven Restrukturierungsrahmen, die den deutschen Gesetzgeber zu Neuregelungen zwingen wird. Allerdings wird ab der Veröffentlichung der Richtlinie im EU-Amtsblatt eine Zwei-Jahres-Frist zur Umsetzung der Richtlinie in das nationale Recht zu laufen beginnen. Daher lässt sich schon jetzt erkennen, dass das Jahr 2019 wohl insgesamt keine gesetzgeberischen Maßnahmen im Umfeld des Insolvenzrechts hervorbringen wird. Das dürfte auch für weitere Wünsche aus der Praxis wie die Insolvenzverwaltervergütung oder eine verkürzte Restschuldbefreiung gelten.
Die vorliegende Ergänzungslieferung kann sich daher wiederum der Aktualisierung der InsO sowie der Neukommentierung der EuInsVO 2015 widmen. Im Einzelnen ist die Neukommentierung der Art. 3–5 EuInsVO durch Madaus sowie der Art. 40–52 EuInsVO durch Flöther in der Lieferung enthalten, ferner die umfassende Überarbeitung des § 110 durch Tintelnot, die Neubearbeitung der §§ 120, 121 durch Schöne (der damit die bisherige Kommentierung von Moll fortführt) sowie die umfassende Überarbeitung des § 129 durch Bartels (der diesen Part von Ehricke übernommen hat).
Schließlich haben sich Herausgeber und Verlag zu einer Strukturänderung entschlossen. Die in Band 5 des Kommentars enthaltenen Gesetzestexte sollen ersatzlos entfallen, soweit sie nicht in diesem Werk kommentiert sind. Die Entlastung des Umfangs durch Wegfall nicht kommentierter Gesetzestexte ist auch der Tatsache geschuldet, dass angesichts der heute leichten Zugangsmöglichkeiten zu Gesetzestexten ein Bedarf zum Abdruck nicht mehr gegeben erscheint.
Wie bisher sind die Autoren, Herausgeber und der Verlag in hohem Maße bemüht, dem Benutzer ein zuverlässiges Werk von höchster Aktualität und wissenschaftlicher Tiefe zu bieten.
Köln/Hamburg, im Juni 2019
Bruno M. Kübler
Hanns Prütting
Reinhard Bork

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