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Wenzel – 72. Lfg. 06.2017 – INSO § 302 – Ausgenommene Forderungen
RWS Verlag Kommunikationsforum GmbH © RWS Verlag Kommunikationsforum GmbH 978-3-8145-8700-4 Kübler/Prütting/Bork (Hrsg.), InsO: Kommentar zur Insolvenzordnung 2017 § 302 Ausgenommene Forderungen
Von der Erteilung der Restschuldbefreiung werden nicht berührt:
  • 1. Verbindlichkeiten des Schuldners aus einer vorsätzlich begangenen unerlaubten Handlung, aus rückständigem gesetzlichen Unterhalt, den der Schuldner vorsätzlich pflichtwidrig nicht gewährt hat, oder aus einem Steuerschuldverhältnis, sofern der Schuldner im Zusammenhang damit wegen einer Steuerstraftat nach den §§ 370, 373 oder § 374 der Abgabenordnung rechtskräftig verurteilt worden ist; der Gläubiger hat die entsprechende Forderung unter Angabe dieses Rechtsgrundes nach § 174 Absatz 2 anzumelden;
  • 2. Geldstrafen und die diesen in § 39 Abs. 1 Nr. 3 gleichgestellten Verbindlichkeiten des Schuldners;
  • 3. Verbindlichkeiten aus zinslosen Darlehen, die dem Schuldner zur Begleichung der Kosten des Insolvenzverfahrens gewährt wurden.
Auf Verfahren, die vor dem 1.7.2014 beantragt worden sind, ist die bis dahin geltende Fassung der Nummer 1 anzuwenden (Art. 103h EGInsO):
  • 1. Verbindlichkeiten des Schuldners aus einer vorsätzlich begangenen unerlaubten Handlung, sofern der Gläubiger die entsprechende Forderung unter Angabe dieses Rechtsgrundes nach § 174 Abs. 2 angemeldet hatte;
Literatur: Ahrens, Abpfiff – Eine Stellungnahme zu den geplanten Änderungen in § 302 Nr. 1 InsO RefE 2012, ZVI 2012, 122; Bartels, Das gegenwärtige Institut der Restschuldbefreiung, KTS 2013, 349; Beck, Der Referentenentwurf zur Reform des Insolvenzrechts vom 18.1.2012 aus Schuldnerperspektive, ZVI 2012, 223; Dornblüth/Pape, Ausweitung der ausgenommenen Forderung des § 302 Nr. 1 InsO ab 1.7.2014, ZInsO 2014, 1625; Fahl/Winkler, Nicht insolvenzfeste Forderungen aus vorsätzlicher unerlaubter Handlung (§ 302 Nr. 1 InsO) – Risiken für privilegierte Insolvenzgläubiger im geltenden Recht, NZI 2010, 288; Forsblad, Restschuldbefreiung und Verbraucherinsolvenz im künftigen deutschen Insolvenzrecht, 1997; Fuchs, Die unerlaubte Handlung in der Insolvenz der natürlichen Person, ZInsO 2002, 462; ders., Erste Erfahrungen mit dem InsO-Änderungsgesetz 2001, NZI 2002, 298; Gaul, Tradition, Stagnation und schrittweiser Fortschritt im Insolvenzrecht, in: Festschrift Henckel, 2015, S. 119; Grunicke, Der neue § 302 Nr. 1 InsO – Fiskusprivileg durch die Hintertür?, ZVI 2014, 361; Harder, Die geplante Reform des Verbraucherinsolvenzrechts, NZI 2012, 113; Henning, Die Änderungen in den Verfahren der natürlichen Personen durch die Reform 2014, ZVI 2014, 7; Hergenröder/Homann, Die Reform der Verbraucherentschuldung: Der nächste untaugliche Versuch, ZVI 2013, 93; Heyer, Restschuldbefreiung und Verbraucherinsolvenz in der Praxis, 3. Aufl., 2016; Klaproth, Forderungen aus Steuerhinterziehung als von der Restschuldbefreiung ausgenommene Deliktforderungen i. S. d. § 302 Nr. 1 InsO?, ZInsO 2006, 1078; Lackmann, Unterhaltsrückstände und der neue § 302 Nr. 1 InsO, ZVI 2016, 177; Laroche, Zwei Jahre „neues“ Verbraucherinsolvenzrecht – Eine Bestandsaufnahme aus richterlicher Sicht, InsbürO 2016, 264; Pape, Die ausgenommenen Forderungen gem. § 302 Nr. 1 InsO – eine aktuelle Bestandsaufnahme, ZInsO 2016, 2005; ders., Entstehung und Geltendmachung ausgenommener Forderungen im Insolvenzverfahren, ZInsO 2016, 14; ders., Aktuelle Entwicklungen im Verbraucherinsolvenzverfahren und Erfahrungen mit den Neuerungen des InsO-Änderungsgesetzes 2001, ZVI 2002, 225; Peters, Die Forderungen aus einer vorsätzlich begangenen unerlaubten Handlung in der Einzelzwangsvollstreckung und in der Insolvenz, KTS 2006, 127; Riedel, Deliktische Ansprüche in der Restschuldbefreiung, NZI 2002, 414; Schädlich, Insolvenzverfahren über das Vermögen natürlicher Personen, 2014; Schlie, Die Steuerhinterziehung als Fallstrick der Restschuldbefreiung?, ZInsO 2006, 1126; Schmerbach, Gesetz zur Verkürzung der Restschuldbefreiung und zur Stärkung der Gläubigerrechte verabschiedet – Ende gut, alles gut?, NZI 2013, 566; Schulte-Kaubrügger, Das Verbraucherinsolvenzverfahren aus der Sicht der Gläubiger, DZWIR 1999, 95; Seesen/Meyer/Schmerbach, Anmeldung und Feststellung einer Forderung aus vorsätzlich begangener unerlaubter Handlung, Teil 1, ZInsO 2002, 615, Teil 2, ZInsO 2002, 660; Sternal, Die Rechtsprechung zum Verbraucherinsolvenz- und Restschuldbefreiungsverfahren im Jahr 2014, NZI 2015, 301; Trendelenburg, Restschuldbefreiung, 1999; Urban, Versagung der Restschuldbefreiung bei unredlichem Steuerverhalten, ZVI 2003, 386.

Übersicht

I. Vorbemerkung II. Unerlaubte Handlung, Unterhalts- und Steuerforderungen (Nr. 1) 1. Unerlaubte Handlungen 2. Unterhaltspflichten a) Verfahren ab dem 1.7.2014 b) Verfahren vor dem 1.7.2014 3. Steuerhinterziehung a) Verfahren ab dem 1.7.2014 b) Verfahren vor dem 1.7.2014 4. Verfahrensrechtliches III. Geldstrafen (Nr. 2) IV. Verfahrenskostenkredite (Nr. 3) V. Rechtsfolge

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