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Lüke – 41. Lfg. 08.2010 – INSO § 82 – Leistungen an den Schuldner
RWS Verlag Kommunikationsforum GmbH & Co. KG © RWS Verlag Kommunikationsforum GmbH & Co. KG 978-3-8145-8700-4 Kübler/Prütting/Bork (Hrsg.), InsO: Kommentar zur Insolvenzordnung 2015 § 82 Leistungen an den Schuldner
1Ist nach der Eröffnung des Insolvenzverfahrens zur Erfüllung einer Verbindlichkeit an den Schuldner geleistet worden, obwohl die Verbindlichkeit zur Insolvenzmasse zu erfüllen war, so wird der Leistende befreit, wenn er zur Zeit der Leistung die Eröffnung des Verfahrens nicht kannte. 2Hat er vor der öffentlichen Bekanntmachung der Eröffnung geleistet, so wird vermutet, dass er die Eröffnung nicht kannte.
Früheres Recht und Entwurfsregelungen: § 8 KO; § 7 Abs. 4 GesO; § 93 RegE.
Literatur: Breit, Die Grundlagen des internen Scheckrechts, ZHR 64 (1909), 511; Fikentscher/Heinemann, Schuldrecht, 10. Aufl., 2006; Einsele, Lastschriften mit Einzugsermächtigung als autorisierte Zahlungsvorgänge, AcP 209 (2009), 719; Grundmann, Das neue Recht des Zahlungsverkehrs – Teil I – Grundsatzüberlegungen und Überweisungsrecht, WM 2009, 1109; ders., Das neue Recht des Zahlungsverkehrs – Teil II – Lastschrift, Kartenzahlung und Ausblick, WM 2009, 1157; Hassold, Zur Leistung im Dreipersonenverhältnis, 1981; Heile, Die Anweisung im Konkurs des Anweisenden, 1976; Hempler, Die Einschränkung des Gutglaubensschutzes von Lebensversicherern im Insolvenzverfahren des Versicherungsnehmers, ZInsO 2007, 423; Keilmann, Im Dschungel der Rechtsprechung zum Lastschriftwiderruf durch den Insolvenzverwalter: Wege zur Genehmigung einer Lastschrift, BB 2010, 519; Kling, Rechtsmissbräuchlicher pauschaler Widerspruch des Insolvenzverwalters im Lastschrifteinzugsverfahren, DZWIR 2004, 54; Kübler, Der Einfluß der Konkurseröffnung auf den Überweisungsverkehr des Gemeinschuldners, BB 1976, 801; Laitenberger, Das Einzugsermächtigungsverfahren nach Umsetzung der Richtlinie über Zahlungsdienste im Binnenmarkt, NJW 2010, 192; Landfermann, Allgemeine Wirkungen der Insolvenzeröffnung, in: Kölner Schrift, 2. Aufl., S. 159; Lieseke, Das Bankguthaben in Gesetzgebung und Rechtsprechung, Teil III: Verfügungen über das Bankguthaben, WM 1975, 286; Lüke, Zu den Folgen von rechtswidrigen Verwertungshandlungen bei zur Sicherheit abgetretenen Forderungen, in: Festschrift Gero Fischer, 2008, S. 353; Meyer-Cording, Das Recht der Banküberweisung, 1951; Möschel, Fehlerhafte Banküberweisung und Bereicherungsausgleich, JuS 1972, 297; Nobbe, Probleme des Lastschriftverfahrens, insbesondere in der Insolvenz des Zahlungspflichtigen, WM 2009, 1537; ders., Zahlungsverkehr und Insolvenz, KTS 2007, 397; ders., Das Girokonto in der Insolvenz, in: Prütting (Hrsg.), Insolvenzrecht 1996, RWS-Forum 9, 1997, S. 99; Obermüller, Überweisungsverkehr bei Insolvenz unter Berücksichtigung des neuen Rechts der Zahlungsdienste, ZInsO 2010, 8; ders., Insolvenzrechtliche Wirkungen des Überweisungsgesetzes, ZInsO 1999, 690; Obermüller/Kuder, SEPA-Lastschriften in der Insolvenz nach dem neuen Recht der Zahlungsdienste, ZIP 2010, 249; Penzlin, Der Lastschriftwiderruf in Insolvenzverfahren natürlicher Personen – ein Zwischenruf, ZInsO 2009, 315; Rattunde/Berner, Widerruf von Banklastschrifteinzügen durch den Insolvenzverwalter, DZWIR 2003, 185; Reinhardt, Zivilrechtsklausur: Die Überweisung auf das erloschene Konto, JuS 1981, 525; Schäfer, Zur Rechtssystematik der §§ 80–82 InsO und deren Anwendbarkeit bei Kontoeröffnungen des Insolvenzschuldners nach der Anordnung von Verfügungsbeschränkungen, ZInsO 2008, 16; Schoenle, Bank- und Börsenrecht, 2. Aufl., 1976; Schreiber, Der Scheck im Konkurse des Ausstellers, ZHR 66 (1910), 349; Skrotzki, Lastschriftverfahren und Insolvenz, KTS 1974, 136; Tetzlaff, Lastschriftwiderruf durch den vorläufigen Insolvenzverwalter und kein Ende. Kritische Anmerkungen zur „vermittelnden Lösung“ des OLG Koblenz zwischen den Positionen des IX. und des XI. Zivilsenats des BGH, ZInsO 2010, 161; Wand, Die neuen Bedingungen der privaten Banken für ec-Karten und den Scheckverkehr, ZIP 1996, 214; Windel, Die Verteilung der Befugnisse zur Entscheidung über Vermögenserwerb zwischen (Gemein-)Schuldner und Konkurs-(Insolvenz-)Verwalter bzw. Vollstreckungsgläubiger nach geltendem und künftigem Haftungsrecht, KTS 1995, 367; Wittmann, Die Bedeutung des § 9 Abs. 3 InsO für die Wissenszurechnung im Insolvenzrecht, ZInsO 2008, 1010.

Übersicht

I. Entstehungsgeschichte und Zweck der Vorschrift II. Wirksamkeit von Erfüllungshandlungen und Genehmigung III. Kenntnis der Verfahrenseröffnung IV. Bereicherungsausgleich V. Probleme des Überweisungsverkehrs 1. Insolvenz des Überweisenden (Zahlers) a) Wirkung der Verfahrenseröffnung auf erteilte Überweisungsaufträge (Zahlungsaufträge) b) Auswirkungen des Fortbestands erteilter Überweisungsaufträge (Zahlungsaufträge) c) Die Behandlung neuer Überweisungsaufträge (Zahlungsaufträge) d) Bösgläubige Person e) Zeitpunkt der Gutgläubigkeit f) Schicksal bestehender Sicherheiten g) Besonderheiten bei unwiderruflichen und bestätigten Überweisungsaufträgen (Zahlungsaufträgen) 2. Insolvenz des Überweisungsempfängers (Zahlungsempfängers) VI. Lastschriftverfahren 1. Einzugsermächtigungs- und Abbuchungsauftragsverfahren 2. SEPA-Lastschriftverfahren VII. Probleme des Scheckverkehrs VIII. Wechselverkehr in der Insolvenz IX. Kartenzahlungen 1. girocard/ec-Karte 2. Zahlung mit Universalkreditkarte X. Anweisung nach BGB XI. Zahlungen an Dritte gemäß § 16 Nr. 6 VOB/B

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