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Preuß – 88. Lfg. 05.2021 – INSO § 44a – Gesicherte Darlehen
RWS Verlag Kommunikationsforum GmbH & Co. KG © RWS Verlag Kommunikationsforum GmbH & Co. KG 978-3-8145-8700-4 Kübler/Prütting/Bork (Hrsg.), InsO: Kommentar zur Insolvenzordnung 2021 § 44a Gesicherte Darlehen
In dem Insolvenzverfahren über das Vermögen einer Gesellschaft kann ein Gläubiger nach Maßgabe des § 39 Abs. 1 Nr. 5 für eine Forderung auf Rückgewähr eines Darlehens oder für eine gleichgestellte Forderung, für die ein Gesellschafter eine Sicherheit bestellt oder für die er sich verbürgt hat, nur anteilsmäßige Befriedigung aus der Insolvenzmasse verlangen, soweit er bei der Inanspruchnahme der Sicherheit oder des Bürgen ausgefallen ist.
Literatur: Altmeppen, Ratio legis des Rechts der Gesellschafterdarlehen am Beispiel der Sicherheiten, ZIP 2019, 1985; ders., Der Verzicht des Gläubigers auf eine Gesellschaftersicherheit und der „Richtigkeitsgedanke“ im Recht der Gesellschaftsdarlehen, ZIP 2016, 2089; ders., Zur Insolvenzanfechtung einer Gesellschaftersicherheit bei Doppelsicherung, ZIP 2011, 741; ders., Das neue Recht der Gesellschafterdarlehen in der Praxis, NJW 2008, 3601; Azara, Das Eigenkapitalersatzrecht der GmbH nach dem Gesetz zur Modernisierung des GmbH-Rechts und zur Bekämpfung von Missbräuchen (MoMiG), Diss. Jena 2009; Bauer, Gesellschafterhaftung in Krise und Insolvenz der GmbH – Teil 3, ZInsO 2011, 1379; Bitter, Förderung von Neukrediten durch Gesellschafter und Dritte in § 2 I Nr. 2 und 3 COVInsAG – Eine Zwischenbilanz, GmbHR 2020, 861; Bork, Doppelbesicherung eines Gesellschafterdarlehens durch Gesellschaft und Gesellschafter, in: Festschrift Ganter, 2010, S. 135; Bormann/Backes, Gesellschafterdarlehen in Zeiten von COVID-19, GmbHR 2020, 513; Bornemann, Insolvenzrechtliche Aspekte des Maßnahmepakets zur Stabilisierung der Wirtschaft, jurisPR-InsR 9/2020 Anm. 1; Brünkmans, Anforderungen an die Sanierung nach dem COVInsAG, ZInsO 2020, 797; Dahl/Schmitz, Eigenkapitalersatz nach dem MoMiG aus insolvenzrechtlicher Sicht, NZG 2009, 325; Ede, Die Doppelbesicherung einer Gesellschaftsschuld und der Verzicht auf die Gesellschaftersicherheit, ZInsO 2012, 853; Frege/Nicht/Schildt, Die Anwendung von § 44a InsO bei der Doppelbesicherung in der Konzerninsolvenz, ZInsO 2012, 1961; Freitag, Finanzverfassung und Finanzierung von GmbH und AG nach dem Regierungsentwurf des MoMiG, WM 2007, 1681; Gehrlein, Die Behandlung von Gesellschafterdarlehen durch das MoMiG, BB 2008, 846; ders., Rechtliche Stabilisierung von Unternehmen durch Anpassung insolvenzrechtlicher Vorschriften in Zeiten der Corona-Pandemie, DB 2020, 713; Gessner, Die Gesellschafterinanspruchnahme bei Doppelbesicherungen in der Gesellschaftsinsolvenz, NZI 2012, 350; Hirte, Die Neuregelung des Rechts der (früher: kapitalersetzenden) Gesellschafterdarlehen durch das „Gesetz zur Modernisierung des GmbH-Rechts und zur Bekämpfung von Missbräuchen“ (MoMiG), WM 2008, 1429; Hölzle/Schulenberg, Das „Gesetz zur vorübergehenden Aussetzung der Insolvenzantragspflicht und zur Begrenzung der Organhaftung bei einer durch die COVID-19-Pandemie bedingten Insolvenz (COVID-19-Insolvenzaussetzungsgesetz – COVInsAG)“, ZIP 2020, 633; Lüneborg, Das neue Recht der Gesellschafterdarlehen, 2010, zugl. Diss. Passau 2009; Marx, Die Konsequenzen des § 32a Abs. 2 GmbHG für den Darlehensgeber bei der Haftungsabwicklung der Gesellschaft – ein Überblick, ZInsO 2003, 262; Markgraf/von Lübken, Die vorübergehende insolvenzrechtliche Privilegierung von Gesellschafterdarlehen durch das COVInsAG und ihre praktischen Folgen, ZRI 2020, 279; Mock, Gesellschafterdarlehen in Zeiten von Corona, NZG 2020, 505; Müller/Rautmann, Die Doppelsicherung in der Insolvenz – die Rechtsprechung muss nachsteuern, DZWIR 2012, 190; Noack/Bunke, Zur Stellung gesamtschuldnerisch oder akzessorisch Mithaftender im Insolvenzverfahren, in: Festschrift Uhlenbruck, 2000, S. 335; Karsten Schmidt, Gesellschafterbesicherte Drittkredite nach neuem Recht, BB 2008, 1966; Karsten Schmidt/ Bitter, Doppelberücksichtigung, Ausfallprinzip und Gesellschafterhaftung in der InsolInsolvenzvenz, ZIP 2000, 1077; N. Schmidt, Analoge Anwendung der Anfechtungsregelungen bei Verwertung von Gesellschaftersicherheiten, ZInsO 2012, 586; J. Schröder, Die Reform des Eigenkapitalersatzrechts durch das MoMiG, Köln 2012, zugl. Diss. Hamburg 2011/2012; Spliedt, MoMiG in der Insolvenz – ein Sanierungsversuch, ZIP 2009, 149; Thiessen, Gesellschafterfremdfinanzierung nach dem MoMiG, ZGR 2015, 396; Thole, Gesellschafterbesicherte Kredite und die Anfechtung nach § 135 Abs. 2 InsO, ZIP 2015, 1609; Thonfeld, Eigenkapitalersetzende Gesellschaftersicherheiten, 2005.

Übersicht

I. Normentwicklung und Normzweck 1. Frühere Regelung in § 32a Abs. 2 GmbHG a. F. 2. Regelungskontext des § 44a II. Voraussetzung: Gesellschafterbesichertes Drittdarlehen 1. Drittdarlehen, Gläubiger nach Maßgabe des § 39 Abs. 1 Satz 1 Nr. 5 2. Gesellschafter 3. Sicherheit III. Rechtsfolgen 1. Verweisung des Gläubigers auf Inanspruchnahme der Gesellschaftersicherheit 2. Befriedigung wegen des Ausfallbetrages 3. Aufrechnung des Drittgläubigers 4. Doppelsicherung des Drittgläubigers 5. Verzicht auf die Gesellschaftersicherheit IV. Privilegierung von gesellschafterbesicherten Drittdarlehen im Aussetzungszeitraum nach dem COVInsAG

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