Soluxtec startet nach Neustrukturierung mit strategischem Investor in neue Entwicklungsphase
Amtsgericht Bitburg eröffnet Insolvenzverfahren – RONMA steigt als strategischer Investor ein – Produktionsstandort Trier-Föhren soll fortgeführt und langfristig ausgebaut werden
Trier/Föhren, 1. Juli 2026 – Das Amtsgericht Bitburg hat am 1. Juli 2026 das Insolvenzverfahren über das Vermögen der Soluxtec GmbH eröffnet. Zum Insolvenzverwalter wurde Rechtsanwalt Jakob Joeres von der dhpg in Trier bestellt. Bereits im vorläufigen Insolvenzverfahren stand die Fortführung des Geschäftsbetriebs sowie die Suche nach einer tragfähigen Investorenlösung im Mittelpunkt. Für das Unternehmen war am 29. April 2026 beim Amtsgericht Bitburg ein Antrag auf Eröffnung eines Insolvenzverfahrens gestellt worden; Jakob Joeres war zum vorläufigen Insolvenzverwalter bestellt worden.
Mit der Ronma Deutschland GmbH konnte nun ein strategischer Investor aus der internationalen Photovoltaikbranche gewonnen werden. Auf dieser Grundlage soll der Produktionsstandort Trier-Föhren ab dem 1. Juli 2026 in einer neuen Struktur fortgeführt werden, wobei die hierfür erforderliche Investitionsprüfung durch das zuständige Bundesministerium noch abzuschließen ist.
Der Investorenprozess wurde durch die CVM unter Leitung von Oliver Lewin koordiniert. Die Investorenseite wurde im Rahmen der Transaktion von der Kanzlei Eversheds Sutherland durch Dr. Sandra Link, Dr. Alexander Honrath und Dr. Christian Lindner beraten.
Die Neustrukturierung soll an die bisherigen Stärken von Soluxtec anknüpfen. Erhalten und weiterentwickelt werden sollen insbesondere die Marke Soluxtec, die bestehenden Produktionsanlagen am Standort Trier-Föhren sowie das technische Kernteam mit langjähriger Erfahrung in der Fertigung von Photovoltaikmodulen. Zugleich ist vorgesehen, moderne Produktionslinien aufzubauen und die Fertigungskapazitäten schrittweise auszubauen. Langfristig ist eine Produktionskapazität von bis zu 3,0 GW am Standort Trier-Föhren geplant.
Im Mittelpunkt der künftigen Produktstrategie stehen neue PV-Module mit einer Spitzenleistung von bis zu 520 W und einem Wirkungsgrad von mehr als 23.5%. Die Auslieferung erster neuer Produkte ist nach der derzeitigen Planung für September 2026 vorgesehen.
„Angesichts des internationalen Herstellergeschäfts und der besonderen Herausforderungen im Photovoltaikmarkt bin ich sehr dankbar, dass mit RONMA ein strategischer Investor eingestiegen ist, der die industrielle Perspektive des Standorts Trier-Föhren aufgreift und weiterentwickeln will. Damit besteht die Chance, die lokale Fertigung von Photovoltaikmodulen in Deutschland auf eine neue Grundlage zu stellen“, erklärt Rechtsanwalt Jakob Joeres, Insolvenzverwalter der Soluxtec GmbH.
„Die neue Entwicklungsphase unterstreicht das langfristige Bekenntnis von Soluxtec zur lokalen Produktion in Deutschland. Der Standort Föhren soll eine zentrale Rolle in der weiteren industriellen Ausrichtung einnehmen. Mit stabilen Zelllieferungen, modernisierten Produktionslinien und der langfristigen SOLUXTEC-2030-Roadmap sehen wir gute Voraussetzungen, um die Anforderungen des europäischen Markts an Leistung, Effizienz und Rückverfolgbarkeit zu erfüllen“, erklärt Herr Yongbu YU, Geschäftsführer der Ronma Deutschland GmbH.
Tim Leutert ergänzt: „Dass damit für den an der Produktionskapazität gemessen größten deutschen Hersteller von Solarmodulen eine Investorenlösung gefunden ist, ist bei allen Herausforderungen bemerkenswert.“
Die strategische Neuausrichtung erfolgt in einem Marktumfeld, in dem die europäische Photovoltaikindustrie verstärkt auf lokale, nachvollziehbare und widerstandsfähige Produktionskapazitäten setzt. Der Investor will sich in diesem Umfeld als europäischer Hersteller positionieren, der deutsche Fertigungserfahrung mit moderner Zelltechnologie verbindet.
Soluxtec fertigt seit rund 15 Jahren hochwertige Solarmodule ausschließlich an deutschen Standorten und ist Teil einer Branche, die für die nachhaltige Energieversorgung eine zentrale Rolle spielt. Bereits zu Beginn des Verfahrens war kommuniziert worden, dass tragfähige Zukunftsperspektiven für das Unternehmen entwickelt werden sollen.
