SEICO Verkaufsgeschäfte übernimmt SEICO mobile Geschäfte nach erfolgreicher Sanierung in Eigenverwaltung

23.08.2021

Rotenburg, 20.8.2021: Die neu gegründete SEICO Verkaufsgeschäfte GmbH hat rückwirkend zum 1. Juli 2021 den Betrieb der SEICO mobile GmbH nach einer Sanierung in Eigenverwaltung übernommen und beschäftigt auch weiterhin alle 94 Mitarbeitenden. Hinter der neuen Betreibergesellschaft steht der bisherige Geschäftsführer und Mit-Gesellschafter Renko Schmidt, er hatte sich in einem strukturierten Verkaufsprozess als bester Bieter durchgesetzt.

„Die Sanierung in Eigenverwaltung ermöglicht dem Betrieb einen Neustart ohne Alt-Verbindlichkeiten, gemeinsam mit allen bisherigen Mitarbeitern,“ so Dr. Rouven Quick von der Restrukturierungskanzlei BBL, er ist einer der zwei Generalbevollmächtigten in dem Verfahren.

Die SEICO Verkaufsgeschäfte GmbH baut und vertreibt weiterhin Markt- und Imbisswagen, Food-Trucks und vergleichbare Spezial-Fahrzeuge. Im Rahmen der Sanierung wurde jedoch die Produktpalette modifiziert: Statt hoch individualisierter Fahrzeuge werden jetzt Serienfahrzeuge mit einem bestimmten Satz an möglichen Extras angeboten. Dadurch werden die Abläufe in der Produktion vereinfacht und beschleunigt. „Wir können jetzt kostengünstiger produzieren, das stärkt unsere Wettbewerbsfähigkeit und wir können unseren Mitarbeitern jetzt auch eine langfristige Perspektive bieten,“ erklärt Renko Schmidt.

Ende März hatte die SEICO mobile Geschäfte GmbH beim Amtsgericht Walsrode den Antrag auf Eröffnung eines Insolvenzverfahren in Eigenverwaltung gestellt. Eröffnet wurde das Verfahren am 1. Juni 2021. Die Sanierung wurde durch die zwei Generalbevollmächtigten Dr. Rouven Quick von der Restrukturierungskanzlei BBL sowie Rechtsanwalt Hagen Biermann von der Kanzlei Trentmann begleitet. Zum Sachwalter wurde Rechtsanwalt Sebastian Ludolfs von der Kanzlei Ludolfs Insolvenzverwalter in Walsrode bestellt.

Grund für das eingeleitete Insolvenzverfahren war neben einem deutlichen Umsatzrückgang in der gesamten Branche und negativen Auswirkungen der Corona-Pandemie ein ausgeprägter Mangel an Fachkräften, welcher durch die Abwerbung von Mitarbeitenden durch einen Wettbewerber vor Ort und den Unfalltod einer wichtigen Führungskraft noch verschärft wurde. Der Fachkräftemangel führte zu Verzögerungen bei der Auslieferung und höheren Kosten durch Fremdvergabe von Aufgaben. In der Folge drohte der Gesellschaft die Zahlungsunfähigkeit.

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