SCHLECHTE WIRTSCHAFTLICHE LAGE TRIFFT AUF MASSIVE KOSTENSTEIGERUNG: SAALFELDER AUGUST DOHRMANN GMBH BAUUNTERNEHMEN STELLT INSOLVENZANTRAG
„Die August Dohrmann GmbH Bauunternehmen bringt 35 Jahre regionale Marktpräsenz, ein eingespieltes Team und einen relevanten Auftragsbestand mit. Das ist eine gute Ausgangslage für die vor uns liegende Zeit, um eine tragfähige Zukunftslösung zu erarbeiten.“
Rechtsanwalt André Rombach, Insolvenzverwalter
VORLÄUFIGES VERFAHREN AM AMTSGERICHT GERA ANGEORDNET – RA ANDRÉ ROMBACH ZUM VORLÄUFIGEN INSOLVENZVERWALTER BESTELLT.
GESCHÄFTSBETRIEB STABILISIERT, AUFTRAGSBEARBEITUNG LÄUFT IM UNTERNEHMEN REGULÄR WEITER.
LÖHNE UND GEHÄLTER DER BESCHÄFTIGTEN SIND ÜBER DAS INSOLVENZAUSFALLGELD GESICHERT.
PRÜFUNG VON SANIERUNGSUND INVESTORENOPTIONEN
Erfurt/Saalfeld, 18. Juni 2026 – Die August Dohrmann GmbH Bauunternehmung mit Sitz in Saalfeld hat einen Antrag auf Eröffnung eines Insolvenzverfahrens gestellt. Das Amtsgericht Gera ordnete daraufhin die vorläufige Insolvenzverwaltung an und bestellte Rechtsanwalt André Rombach, Partner in der Kanzlei ROMBACH Rechtsanwälte | Insolvenzverwalter, zum vorläufigen Insolvenzverwalter. Noch am selben Tag machte sich André Rombach persönlich vor Ort ein umfassendes Bild der wirtschaftlichen und operativen Lage.
Das Saalfelder Unternehmen ist eine Tochtergesellschaft der familiengeführten August Dohrmann GmbH mit Sitz in Remscheid und seit über 35 Jahren in der Region aktiv ist. Mit umfassender Baukompetenz im Ingenieurbau, Straßen- und Verkehrswegebau, Asphaltbau, Tief- und Kanalbau sowie im Hoch- und Schlüsselfertigbau zählt das Unternehmen zu den erfahrenen Baudienstleistern der Region Saalfeld/Rudolstadt und darüber hinaus. Das Remscheider Stammhaus ist von der Insolvenz nicht betroffen.
Geschäftsbetrieb gesichert, Kunden und Lieferanten im Kontakt Die gute Nachricht für Kunden und Geschäftspartner: Der Geschäftsbetrieb ist stabilisiert, die laufenden Bauprojekte werden fortgeführt. Mit den wesentlichen Kunden und Lieferanten wurde unmittelbar Kontakt aufgenommen, um einen reibungslosen Ablauf sicherzustellen und eine Unterbrechung der Auftragsbearbeitung zu verhindern.
Die Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter wurden über die Situation informiert und stehen geschlossen hinter dem Unternehmen. Ihre Löhne und Gehälter sind über das Insolvenzausfallgeld abgesichert. „Die ersten Tage nach Eröffnung des vorläufigen Insolvenzverfahrens haben gezeigt, dass nicht nur die Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter in bemerkenswerter Weise hinter ihrem Unternehmen stehen, sondern auch die Kunden und Lieferanten. Unsere vorrangige Aufgabe besteht derzeit darin, die wirtschaftliche Situation umfassend zu analysieren und die vorhandenen Sanierungsmöglichkeiten auszuloten“, erklärt vorläufiger Insolvenzverwalter André Rombach.
Vielfältige Faktoren führten trotz vorhandener Aufträge in die Krise Wie Geschäftsführer Wolf-Dietrich Spelsberg gegenüber der Presse erklärte, seien die Ursachen der Krise vielfältig: Neben massiven Kostensteigerungen infolge der wirtschaftspolitischen Rahmenbedingungen der vergangenen Jahre hätten insbesondere fehlende qualifizierte Führungskräfte für die technische Geschäftsführung und Projektleitung eine entscheidende Rolle gespielt. Sanierungsoptionen und Investorenlösungen werden geprüft.
Zentrale Aufgabe von RA Rombach, der von einem Kanzlei-Team um Eric Rombach unterstützt wird, ist in den kommenden Wochen eine eingehende Analyse der wirtschaftlichen und strukturellen Rahmenbedingungen. Ziel ist es, die vorhandenen Stärken des am Markt etablierten Bauunternehmens zu erhalten und eine nachhaltige Zukunftslösung zu entwickeln. Dabei werden sowohl Sanierungsoptionen als auch mögliche Investorenlösungen ausgelotet.
„Die August Dohrmann GmbH Bauunternehmung verfügt über erhebliche fachliche Kompetenz und eine langjährige Marktpräsenz – gerade im Saalfelder Umland. Gemeinsam mit der Geschäftsführung werden wir in den kommenden Wochen daran arbeiten, eine tragfähige Perspektive für das Unternehmen zu entwickeln und möglichst viele Arbeitsplätze langfristig zu erhalten“, blickt RA André Rombach mit begründetem Optimismus auf die kommenden Aufgaben.
