Keine Investoren für die insolvente Sopronem Greven GmbH gefunden, Geschäftsbetrieb muss eingestellt werden

27.08.2021

Trotz weitreichendem Investorenprozess und zahlreichen Gesprächen mit Finanz- und strategischen Investoren gibt es kein Angebot zur Übernahme der Sopronem Greven GmbH, einem Hersteller von flüssigen Wasch-, Putz- und Reinigungsmitteln aus Greven.

Mehrere Insolvenzen der Vorgängerunternehmen, notwendige Investitionen sowie ein schwieriges Marktumfeld mit Überkapazitäten und gestiegenen Rohstoffpreisen sind wesentliche Gründe für die Zurückhaltung von Investoren.

Rechtsanwalt Stephan Michels, vorläufiger Insolvenzverwalter der Sopronem Greven GmbH, muss deshalb den Geschäftsbetrieb einstellen. Das Unternehmen wird abgewickelt.

Greven, 26.08.2021 Der Geschäftsbetrieb des insolventen Herstellers von flüssigen Wasch-, Putz- und Reinigungsmitteln, der Sopronem Greven GmbH aus Greven, muss eingestellt und das Unternehmen abgewickelt werden, da kein Investor das Unternehmen übernehmen und weiterführen möchte.

Der vom zuständigen Amtsgericht Münster bestellte vorläufige Insolvenzverwalter, Rechtsanwalt Stephan Michels von MICHELS Vorast Insolvenzverwaltung GbR, hatte zeitnah nach Insolvenzantrag im Juni 2021 einen Investorenprozess für das Unternehmen eingeleitet. „Uns war schnell klar, dass wir Sopronem nur sichern können, wenn wir einen Investor finden, der das Unternehmen übernimmt und den Geschäftsbetrieb weiterführt“, sagt Michels. Er hat in den vergangenen Wochen zahlreiche Gespräche mit Finanz- und strategischen Investoren geführt. Doch die Interessenten winkten nach eingehender Prüfung des Unternehmens ab. Ein Angebot wurde nicht abgegeben. Nachdem auch der letzte Interessent abgesprungen war, hatte Michels keine andere Wahl, als den Geschäftsbetrieb einzustellen.

Die Gründe für die Zurückhaltung der Investoren sind vielschichtig und komplex. So waren Vorgängerunternehmen der Sopronem in den vergangenen Jahren bereits mehrfach in der Insolvenz. Seit längerer Zeit leidet die Marktlage unter Überkapazitäten und gestiegenen Rohstoffpreisen. Sie konnten in weiten Teilen nicht weitergegeben werden. Ein Einstieg bei Sopronem hätte für Investoren zudem einen umfassenden Restrukturierungsprozess, mit hohem finanziellen Aufwand zur Folge gehabt. Wie Sopronem gingen weitere Reinigungshersteller in den vergangenen Wochen in die Insolvenz.

Die 170 Beschäftigten sind bereits auf einer Informationsveranstaltung vom vorläufigen Insolvenzverwalter über die aktuelle Situation informiert worden. Die Beschäftigten werden nun vom vorläufigen Insolvenzverwalter freigestellt. Michels wird mit dem Betriebsrat einen Interessensausgleich und Sozialplan verhandeln, bevor er dann die Kündigungen aussprechen muss. Das zuständige Amtsgericht Münster wird das Verfahren zum 1. September eröffnen.

Die Sopronem Greven GmbH war einer der führenden europäischen Hersteller und Akteure auf dem Markt für flüssige Wasch-, Putz- und Reinigungsmitteln. Kunden waren vor allem große Discounter sowie die europäischen Marken und Handelsmarken. Das Unternehmen wurde vor mehr als 100 Jahren gegründet und erwirtschaftete zuletzt mit 170 Beschäftigten einen Jahresumsatz von 90 Millionen Euro.

MICHELS Vorast Insolvenzverwaltung GbR ist eine der führenden Insolvenzverwalterkanzleien in Nordrhein-Westfalen. Die Kanzlei unterhält Büros in Münster, Dortmund, Paderborn, Bad Iburg, Werl, Oberhausen, Bielefeld, Köln, Bonn und Gladbeck. Namensgeber Stephan Michels und seine Partner Marcus Vorast und Jana Dettmer werden regelmäßig als Sachwalter, Restrukturierer oder Insolvenzverwalterbestellt. Mehr Informationen: www.michels-inso.de

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