JOHLKE NIETHAMMER: Investorenprozess für FinTech Ruuky gestartet

24.01.2023

Schon vor dem offiziellen Start des Investorenprozesses für das FinTech Ruuky am heutigen Montag (23. Januar) erreichten den vorläufigen Insolvenzverwalter Dr. Jens-Sören Schröder, Partner in der Kanzlei JOHLKE NIETHAMMER, mehr als 20 Interessensbekundungen, insbesondere von strategischen Investoren wie Banken und FinTechs sowie von Private-Equity-Gesellschaften.

 

Am 5. Januar 2023 hatte die Geschäftsführung der Ruuky GmbH beim Amtsgericht Hamburg einen Antrag auf Eröffnung eines Insolvenzverfahrens gestellt, in dem das 2020 gegründete FinTech-Unternehmen restrukturiert und für die Zukunft neu aufgestellt werden soll. Der vom Amtsgericht Hamburg am 10. Januar bestellte vorläufige Insolvenzverwalter Dr. Jens-Sören Schröder erklärt: „Ich bin aufgrund des zu diesem frühen Zeitpunkt bemerkenswerten Investoreninteresses sehr zuversichtlich, dass die Investorensuche für Ruuky erfolgreich verlaufen wird. Derzeit suchen viele Kreditinstitute und andere Finanzdienstleister nach Strategien, wie sie vor allem junge Menschen erfolgreich digital ansprechen und als Kunden langfristig an sich binden können. Über dieses spezielle Know-how verfügt Ruuky und kann jetzt als Wachstumsmotor für etablierte Marktteilnehmer wirken.“

 

Ruuky spricht junge Menschen zwischen 14 und 24 Jahren an und bietet ihnen eine speziell auf die Zielgruppe ausgerichtete Banking-App samt digitalem IBAN-Konto und Debit Mastercard sowie zusätzlichen edukativen Inhalten an. Hierdurch können Nutzer die ersten eigenständigen Zahlungen im Internet sowie auch im Laden nebenan tätigen. Eltern von unter 18-jährigen Nutzern erhalten durch einen eigenen Zugang eine Echtzeit-Übersicht über das Konto und können verschiedene Sicherheitsfunktionen verwenden. Ruuky-Mitgründer und CEO Jes Hennig hebt besonders das große Interesse der Zielgruppe hervor: „Wir haben es in wenigen Monaten durch authentisches Auftreten geschafft, die größte TikTok- und YouTube-Community aller Finanzdienstleister in Europa aufzubauen. Wir ermöglichen es vor allem unter 18-Jährigen, selbständig ihre Hobbys und Bedürfnisse zu erfüllen und gleichzeitig den Umgang mit Konto und Karte zu erlernen. Der Aufbau einer Neobank ist durch die komplexen regulatorischen Anforderungen kapitalintensiv, so dass wir es trotz unserer guten Entwicklungen nicht geschafft haben, in dem derzeitigen Marktumfeld neues Kapital einzusammeln. Daher sind wir nun bestrebt, die beste Lösung für Ruuky und das Team zu finden.“

 

Ruuky ist mit seinem Angebot in Deutschland und Österreich live und arbeitet mit dem belgischen E-Geld-Institut PPS zusammen. Die Konten und Guthaben der Kunden sind von dem Insolvenzantrag nicht betroffen und die Banking-App steht wie gewohnt zur Verfügung.

 

Den Investorenprozess unterstützen Experten von BDO mit einem interdisziplinären Team aus dem Bereich Financial Services M&A, FinTech Growth & NextGen Economy und Restructuring. Das Team um Partner Dr. Roger Rihmland und Robin Bachmayer wird in dieser Woche eine breite Marktansprache vornehmen und mehr als 50 weitere potentielle Investoren kontaktieren. Die Gehälter der 20 Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter von Ruuky sind bis Ende März über eine vom vorläufigen Insolvenzverwalter Dr. Schröder eingerichtete Insolvenzgeldvorfinanzierung gesichert.

 

Hamburg, 23. Januar 2023

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