J. Fink Druck GmbH im vorläufigen Insolvenzverfahren

20.07.2020

Mehrere Krankenkassen stellen Insolvenzanträge

Mitarbeiter erhielten teils seit April Teile ihres Lohnes nicht mehr

Geschäftsbetrieb steht still

Ostfildern. Mehrere Krankenkassen haben Insolvenzanträge gegen die Druckerei J. Fink Druck GmbH in Ostfildern gestellt. Hintergrund sind nicht abgeführte Krankenkassenbeiträge. Das Amtsgericht Esslingen eröffnete ein vorläufiges Insolvenzverfahren und bestellte Rechtsanwalt Dr. Dietmar Haffa zum vorläufigen Insolvenzverwalter.

Dr. Haffa verschaffte sich mittlerweile einen ersten Überblick über die Lage des Unternehmens. „Die Mitarbeiter, mit denen ich sprechen konnte, haben mitunter seit April Teile Ihres Lohnes nicht mehr erhalten. Offenbar wurde Kurzarbeitergeld beantragt und auch genehmigt, aber vom Unternehmen nicht an die Mitarbeiter weitergereicht“, berichtet Dr. Haffa. Die Mitarbeiter sind deshalb größtenteils auch nicht mehr im Unternehmen.

Zwar haben die noch rund 50 Mitarbeiter aufgrund des Insolvenzverfahrens Anspruch auf Insolvenzgeld. Dies wird allerdings nur rückwirkend für drei Monate ab Eröffnung des Insolvenzverfahrens, Abweisung des Verfahrens mangels Masse oder individueller Beendigung des Arbeitsverhältnisses, etwa bei fristloser Kündigung wegen Zahlungsverzugs, gewährt. Die Buchhaltungsunterlagen befinden sich in einem Schwesterunternehmen der Druckerei in Maichingen, sodass Haffa darauf noch keinen Zugriff hat.

Der Geschäftsbetrieb in Ostfildern steht seit Anfang des Monats still“, sagt Haffa. Lieferanten hätten schon die Belieferung eingestellt, insbesondere wird kein Gas mehr geliefert. Die Wärmeversorgung mittels Gas ist für den Betrieb der Rollenoffset-Druckmaschinen allerdings eine unabdingbare Voraussetzung.

Die J. Fink Druck GmbH war erst im Mai des vergangenen Jahres von der niederländischen Circle Media Group an das finnische Private-Equity-Unternehmen Printers Group Oy verkauft worden.

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