Insolvenzplan für betahaus in Berlin mit 450 Coworking-Plätzen angenommen

13.01.2022

Insolvenzplan für betahaus in Berlin mit 450 Coworking-Plätzen angenommen

Auslastung während der Eigenverwaltung trotz Pandemie gestiegen

BERLIN, 12. Januar 2022. Einer der größten Coworking-Anbieter in Berlin kann gestärkt aus der Insolvenz starten. Die Gläubiger der betahaus GmbH in Berlin haben den Insolvenzplan angenommen. Damit kann das Beratungs- und Veranstaltungsunternehmen, das in Kreuzberg 450 Coworking-Plätze mit einem Café auf 2.600 Quadratmetern anbietet, voraussichtlich zum 1. Februar das Insolvenzverfahren verlassen. Während der Eigenverwaltung hatte LEONHARDT RATTUNDE das Unternehmen beraten und restrukturiert. Trotz Einschränkungen in der Pandemie konnte die Auslastung auf 90 Prozent gesteigert werden.

Während des Lockdowns im letzten Jahr war der Umsatz des 2009 gegründeten betahauses eingebrochen, da Coworking-Plätze durch die Homeoffice-Pflicht nicht belegt und Veranstaltungen abgesagt werden mussten. Kurz zuvor hatte das Unternehmen einen zusätzlichen Standort in Neukölln mit einer Fläche von 4.000 Quadratmetern für Arbeits- und Veranstaltungsräume angemietet. Die starken Umsatzrückgänge mitten in einer Expansionsphase führten zur Anmeldung der Insolvenz in Eigenverwaltung beim Amtsgericht Charlottenburg, das am 21. Juni 2021 Rechtsanwalt Knut Rebholz von der Kanzlei Mönning Feser und Partner in Berlin zum vorläufigen Sachwalter einsetzte.

Am 1. September 2021 wurde das Insolvenzverfahren in Eigenverwaltung eröffnet. Mit Unterstützung von LEONHARDT RATTUNDE konnten der Geschäftsbetrieb fortgeführt, der neue und unrentable Standort in Neukölln wieder geschlossen und ein Insolvenzplan ausgearbeitet werden. Diesen Insolvenzplan  haben die Gläubiger am 28. Dezember 2021 auf der Gläubigerversammlung einstimmig angenommen, die damit eine Quotenzahlung in Höhe von 13 Prozent erhalten.

"Der Geschäftsbetrieb von betahaus gründet sich nunmehr auf zwei Säulen, das Coworking im Stammhaus in Kreuzberg und die Beratung im Bereich innovativer, nachhaltiger Immobilienentwicklungen. Der Veranstaltungsbereich konnte auch coronabedingt nicht wieder aktiviert werden. Sowohl Member als auch Kunden haben die Sanierung in dieser Zeit unterstützt. Damit hat die betahaus GmbH in Berlin eine nachhaltige Geschäftsgrundlage und kann optimistisch in die Zukunft blicken", erklärte Rechtsanwältin Dr. Jaqueline Rolle von LEONHARDT RATTUNDE. Zusammen mit ihrem Kollegen Nico Reisener hat sie die betahaus GmbH federführend beraten.

“Sowohl die kompetente Beratung durch  LEONHARDT RATTUNDE wie die Unterstützüng durch unsere Investoren und Member haben die Restrukturierung ermöglicht. Nun werden wir alle Ressourcen auf unser Flagship betahaus Kreuzberg sowie unsere `Space as a Service´ Beratung verwenden. Hier erleben wir eine starke Nachfrage und sehen jetzt schon `eine Welt nach der Corona-Krise’, in der Coworking eine breitere Relevanz in der Arbeitswelt und in der Immobilienbranche einnimmt", so Maximilian v. der Ahé, Co Founder und CEO der betahaus GmbH.

 

LEONHARDT RATTUNDE zählt zu den führenden Kanzleien im Bereich Restrukturierung, Sanierung und Insolvenzverwaltung. Bundesweit ist die Kanzlei mit 24 Rechtsanwälten, darunter 7 Insolvenzverwaltern und 3 Notaren tätig.

 

Sachwalter

RA Knut Rebholz, Kanzlei Mönning Feser und Partner, Berlin

Beratung betahaus

RAin Dr. Jaqueline Rolle und Wirtschaftsjurist Nico Reisener, LL.M, LEONHARDT RATTUNDE, Berlin

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