Gläubigerversammlung der curasan AG beauftragt Insolvenzverwalter mit Erstellung eines Insolvenzplans

15.07.2020

Insolvenzverwalter Frank Schmitt von Schultze & Braun: „Das Votum ist ein weiterer wichtiger Schritt auf dem Weg zu einer erfolgreichen Sanierung der curasan AG“

Plan soll zeitnah vorgelegt werden

Abstimmung über den Plan könnte bereits im dritten Quartal 2020 erfolgen und das Verfahren noch in diesem Jahr beendet werden

Aschaffenburg/Frankfurt am Main. Nach dem Gläubigerausschuss hat nun auch die Gläubigerversammlung den Insolvenzverwalter des Medizinprodukte-Herstellers curasan AG, Rechtsanwalt Frank Schmitt von Schultze & Braun, damit beauftragt, einen Insolvenzplan zu erstellen und den Gläubigern zur Abstimmung vorzulegen. „Das Votum ist ein weiterer wichtiger Schritt auf dem Weg zu einer erfolgreichen Sanierung der curasan AG“, kommentiert Schmitt.

Der Insolvenzverwalter will den Insolvenzplan möglichst zeitnah vorlegen und zur Abstimmung stellen: „Ziel ist es, die Gläubiger noch im dritten Quartal 2020 über den Plan entscheiden zu lassen“, sagt Schmitt. Die Zustimmung der Gläubiger vorausgesetzt, könnte die curasan AG ihr Insolvenzverfahren bereits in diesem Jahr wieder erfolgreich beenden.

Der Plan wird unter anderem die genauen Modalitäten einer Übernahme der curasan AG durch die Donau Invest Beteiligungs-Ges.m.b.H., Wien, regeln und die Höhe der Insolvenzquote für die Gläubiger festsetzen. Nach dem Einstieg der Investmentgesellschaft soll curasan delistet, also von der Börse genommen werden.

Donau Invest hat der curasan AG über ein Massedarlehen unterdessen weitere Liquidität bereitgestellt. Der Geschäftsbetrieb kann daher unverändert und ohne Einschränkungen fortgeführt werden.

Bereits am 7. Juli hatte die Versammlung der Anleihegläubiger Rechtsanwalt Nikolaus Lutje von der Münchener Kanzlei Bergdolt zum gemeinsamen Vertreter gewählt. Lutje bündelt die Interessen der Anleihegläubiger und vertritt diese gegenüber dem Insolvenzverwalter.

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