„Der Stadtbäcker“: Insolvenzverwalter Rüdiger Bauch erzielt überdurchschnittliche Quote

08.09.2022

Gläubiger erhalten knapp 50 Prozent auf ihre offenen Forderungen

76 Arbeitsplätze blieben durch den Verkauf von 31 Filialen erhalten, gekündigte Arbeitnehmer profitieren von umfangreichem Sozialplan

Insolvenzverfahren nach rund sechseinhalb Jahren unmittelbar vor dem Abschluss

Teutschenthal OT Zscherben. Das Insolvenzverfahren über das Vermögen der Bäckereikette „Der Stadtbäcker“ mit ehemaligem Sitz im Teutschenthaler Ortsteil Zscherben bei Halle an der Saale steht unmittelbar vor dem Abschluss. Beim Schlusstermin am Amtsgericht Halle (Saale) teilte Insolvenzverwalter Rüdiger Bauch von Schultze & Braun den Gläubigern mit, dass sie sich über eine weit überdurchschnittliche Quote auf ihre offenen Insolvenzforderungen freuen können.

2015 hatte „Der Stadtbäcker“ mit zunächst 35 Filialen im Raum Halle, Leipzig, Merseburg, Eisleben und Sangerhausen aufgrund allgemeiner Umsatzrückgänge einen Insolvenzantrag gestellt. Dem Insolvenzverwalter Rüdiger Bauch war es gelungen, den Bäckereibetrieb zu stabilisieren und im Januar 2016 31 Filialen zu übertragen. 76 Arbeitsplätze blieben durch die Übernahme erhalten.

Die Produktion in Zscherben musste Bauch mangels Übernahmeinteressenten zwar leider schließen. Bauch verhandelte jedoch mit den betroffenen 73 Arbeitnehmern einen umfangreichen Sozialplan mit einem Volumen von knapp 280.000 Euro. Den Plan erfüllte Bauch mit zwei Abschlagszahlungen bereits in den Jahren 2017 und 2018. Die ehemalige Produktionsimmobilie in Zscherben verkaufte Bauch anschließend. Mit dem Kaufpreis erzielte Bauch selbst nach Ablösung der gesicherten Bank noch rund eine halbe Million Euro für die freie lnsolvenzmasse.

„Weil auch die Verwertung des restlichen Stadtbäcker-Vermögens sehr zu unserer Zufriedenheit lief, ist es uns möglich, insgesamt knapp 1,5 Millionen Euro für die ungesicherten Gläubiger zu erlösen. Angesichts der Forderungen von rund 3 Millionen Euro erreichen wir auf diese Weise eine Quote von 49,3 Prozent“, freut sich Bauch. Diese Quote ist weit überdurchschnittlich, normalerweise erhalten ungesicherte Gläubiger in Insolvenzverfahren nur rund drei bis fünf Prozent auf ihre offenen Forderungen. Die Auszahlungen können demnächst beginnen.

Der lnsolvenzverwalter zeigte sich höchst zufrieden: ,,Zwar sind seit der lnsolvenzeröffnung gut sechseinhalb Jahre vergangen. Bei einem größeren Unternehmen wie dem Stadtbäcker ist das aber keine ungewöhnliche Bearbeitungsdauer. Wenn das Ergebnis dann noch so positiv ist, freut mich das umso mehr.“

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