Schultze & Braun: Gießerei Werle – Insolvenzverwalter verhandelt mit Interessenten

06.09.2019

Amtsgericht Saarbrücken eröffnet Insolvenzverfahren zum 1. September

Insolvenzverwalter Andreas Liebaug von Schultze & Braun will Investorenprozess möglichst schnell und erfolgreich abschließen

Wichtige politische Unterstützung für das insolvente Unternehmen

Ottweiler. Das Amtsgericht Saarbrücken hat das Insolvenzverfahren über das Vermögen des Gießereiunternehmens Werle GmbH zum 1. September eröffnet. Der bisherige vorläufige Verwalter Andreas Liebaug von Schultze & Braun wurde zum Insolvenzverwalter bestellt. Der Geschäftsbetrieb läuft unterdessen uneingeschränkt weiter.

„Wir wollen den laufenden Investorenprozess möglichst schnell und erfolgreich abschließen“, sagt Liebaug. Der Saarbrücker Sanierungsexperte verhandelt derzeit mit einem ernsthaften Interessenten über eine Übernahme der Gießerei. „Werle benötigt einen Investor, der bereit ist, das Unternehmen weiterzuführen und dringend notwendige Investitionen zu tätigen.“

Der Insolvenzverwalter zeigte sich zudem äußerst dankbar über die avisierte politische Unterstützung, die das Unternehmen in dieser schwierigen Phase erfahre. „Insbesondere das Wirtschaftsministerium bringt sich sehr aktiv in die Bemühungen um die Rettung der Gießerei ein. So gab es bereits ein erstes gemeinsames Gespräch mit dem potentiellen Investor. Das ist ein wichtiges Signal für die rund 100 Mitarbeiter, um deren Zukunft es hier geht.“

Die Gießerei Werle mit Sitz im saarländischen Ottweiler wurde 1937 gegründet und ist spezialisiert auf die Herstellung und den Vertrieb hochwertiger Grau- und Sphärogussteile. Zu den Kunden zählen namhafte Unternehmen des Maschinen- und Pumpenbaus, Hersteller von Kälteaggregaten und Druckgeräten sowie Unternehmen aus dem Nutzfahrzeugbau.

Die Werle GmbH hatte im Juli wegen einer unzureichenden Finanzierung und einer Auftragslücke infolge von vielen Produktneuanläufen Insolvenzantrag gestellt.

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