Schultze & Braun: Gießereiunternehmen Werle GmbH erneut insolvent

10.07.2019

Geschäftsbetrieb läuft unverändert weiter

96 Mitarbeiter über das Insolvenzgeld abgesichert

Vorläufiger Insolvenzverwalter Andreas Liebaug von Schultze & Braun prüft Sanierungsoptionen und sucht nach Investoren

Ottweiler. Die Werle GmbH hat Insolvenzantrag gestellt. Insgesamt ist es die dritte Insolvenz des Ottweiler Gießereiunternehmens, das erst im März 2018 aus der vorherigen Insolvenz heraus übernommen worden war. Das Amtsgericht Saarbrücken bestellte den erfahrenen Sanierungsexperten Andreas Liebaug von Schultze & Braun zum vorläufigen Insolvenzverwalter.

Liebaug verschafft sich derzeit vor Ort ein Bild über die wirtschaftliche Lage des Unternehmens und prüft Sanierungsoptionen. Gleichzeitig sorgt er für die Vorfinanzierung des Insolvenzgeldes für die 96 Mitarbeiter der Gießerei. „Auf diese Weise wird ermöglicht, dass wir bereits die demnächst fälligen Juni-Löhne vollständig abdecken und pünktlich ausbezahlen können. Die Mitarbeiter sind auf diese Weise auf jeden Fall bis einschließlich August abgesichert“, berichtet Liebaug. Er führte außerdem bereits erste Gespräche mit Geschäftsführung, Mitarbeitervertretern, Kunden, Gläubigern und Lieferanten.

Der vorläufige Insolvenzverwalter zeigte sich beeindruckt vom guten Zusammenhalt von Mitarbeitern und Geschäftsführung: „Hier ziehen alle an einem Strang, um das Unternehmen erneut zu retten.“ Auch die Kunden stünden hinter dem Unternehmen. Sie hätten bereits ihre Unterstützung für den Erhalt der Gießerei signalisiert und durch neue Aufträge untermauert.

„Unser Ziel ist es, zunächst den Geschäftsbetrieb stabil und unverändert weiterzuführen. Parallel machen wir uns auf die Suche nach passenden finanzstarken strategischen Investoren, um eine Zukunftslösung für die Werle GmbH zu erarbeiten“, sagt Liebaug.

Ursache der erneuten Schwierigkeiten sei eine unzureichende Finanzierung sowie eine Auftragslücke infolge von vielen Produktneuanläufen. „Die neue Geschäftsführung hat seit der Übernahme von Werle sehr viel erreicht und zu spürbaren Verbesserungen im Unternehmen beigetragen. So wurden beispielsweise rund 60 neue Kunden gewonnen und auf diese Weise eine Zukunftsperspektive entwickelt. Allerdings haben bestehende Altlasten im Zusammenhang mit einer stark renovierungsbedürftigen Betriebsimmobilie die Liquidität so stark belastet, dass letzten Endes die Notbremse gezogen werden musste. Aber wir werden alles tun, um das Unternehmen und möglichst viele Arbeitsplätze zu erhalten“, verspricht Liebaug.

Die Werle GmbH ist ein Unternehmen der Gießereiindustrie mit Sitz im saarländischen Ottweiler. Die Anfänge des Unternehmens reichen bis in das Jahr 1937 zurück. Werle ist spezialisiert auf die Herstellung und den Vertrieb hochwertiger Grau- und Sphärogussteile. Zu den Kunden gehören viele namhafte Unternehmen des Maschinen- und Pumpenbaus, Hersteller von Kälteaggregaten und Druckgeräten, sowie Unternehmen aus dem Bereich Nutzfahrzeugbau.

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