Sanierungsexperte Michael Pluta vereinfacht die Forderungsanmeldung für die Gläubiger des Energieunternehmens DEGIA

07.06.2019

Ulm, 7. Juni 2019. Das Insolvenzverfahren der DEGIA Berlin GmbH (vormals DEG Deutsche Energie GmbH) wurde am 1. Juni 2019 eröffnet. Michael Pluta, der Insolvenzverwalter, startet in den kommenden Tagen die offizielle Phase der Forderungsanmeldung für die Gläubiger mittels eines sehr einfachen elektronischen Anmeldeverfahrens.

In den vergangenen Wochen hat Pluta zusammen mit seinem Team die umfangreichen Vorbereitungen für die Umsetzung getroffen.

Die Beteiligten (Gläubiger und Schuldner) werden auf dem Postweg im Juni einen konkret verfassten Vorschlag zur Forderungsanmeldung sowie sämtliche Informationen zum Insolvenzverfahren und der weiteren Vorgehensweise erhalten. Den Forderungsbetrag wird der Gläubiger über das Internet durch einfache Bestätigung des vorgeschlagenen Betrags zur Insolvenztabelle anmelden können, ohne dass weitere sonst notwendige Belege erbracht werden müssen.

Dafür wurden von den Verantwortlichen in den vergangenen Wochen unter anderem in einem aufwendigen Verfahren zusammengehörige Zählpunkte summiert sowie das notwendige Portal für die elektronische Forderungsanmeldung entwickelt. Jeder Kunde bzw. Netzbetreiber wird anhand der durch PLUTA zugesandten Unterlagen den vorgeschlagenen Gesamtbetrag nachvollziehen können, welchen er dann über das neue Portal zur Tabelle anmelden wird, bzw. welchen er gegebenenfalls noch nachzahlen muss. Lediglich einige Gläubiger, wie beispielsweise öffentliche Behörden oder Krankenkassen, müssen ihre Forderungen wie gewohnt schriftlich anmelden.

Vereinfachte Anmeldung für hohe Zahl der Gläubiger

Diese vereinfachte Art der Forderungsanmeldung hat das PLUTA-Sanierungsteam, zu dem auch Diplom-Kauffrau Martina Hengartner gehört, bereits im Verfahren des Strom- und Gasanbieters EnerGen Süd erfolgreich umgesetzt. Damals haben die rund 20.000 Gläubiger ihre Forderungen ebenfalls vereinfacht anmelden können. Die Mehrheit der Gläubiger hat diese Möglichkeit genutzt.

Auch im Verfahren der DEGIA Berlin (vormals: DEG Deutsche Energie GmbH) rechnen die PLUTA-Experten mit mehr als 20.000 Gläubigern, die Forderungen zur Tabelle anmelden werden.

„Durch die vereinfachte Forderungsanmeldung können wir die Kosten des Verfahrens deutlich senken. Davon profitieren die Gläubiger, denn das erhöht die Quote. Wir rechnen aus heutiger Sicht mit einer Insolvenzquote im Bereich von möglichweise bis zu 20 Prozent. Das ist sehr hoch, der Durchschnitt liegt im einstelligen Bereich“, so Sanierungsexperte Michael Pluta.

Insolvenzverfahren läuft unter neuer Firmierung unverändert fort

Das Amtsgericht Heilbronn hat mit Beschluss vom 1. Juni 2019 das Insolvenzverfahren eröffnet. Michael Pluta wurde zum Insolvenzverwalter bestellt, er war zuvor bereits als vorläufiger Verwalter tätig.

Das Unternehmen firmiert aktuell unter der Bezeichnung DEGIA Berlin GmbH mit Sitz in Berlin, wobei die postalische Anschrift unverändert in Erlenbach ist. Vormals lautete der Name des Betriebes DEG Deutsche Energie GmbH mit Sitz in Erlenbach. Für das Insolvenzverfahren hat die Umfirmierung keine Bedeutung.

Die Netzbetreiber hatten bereits im Dezember die Bilanzkreise gekündigt, wodurch die Versorgung der Kunden eingestellt wurde.

Die Mitarbeiter der DEGIA Berlin GmbH (vormals DEG Deutsche Energie GmbH) stehen an der Betriebsstätte in Erlenbach für Rückfragen zur Rechnungsstellung sowie für die Liquidationsarbeiten wie in Vergangenheit in bewährter Weise weiterhin zur Verfügung und unterstützen damit den Fortgang des Verfahrens in erheblichem Maße.

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