LIESER Rechtsanwälte: Busunternehmen Schermuly stellt Insolvenzantrag

27.11.2018

- Geschäftsbetrieb läuft uneingeschränkt weiter

- Buslinien bleiben für Fahrgäste wie gewohnt in Betrieb

- Löhne und Gehälter bis Ende Januar 2019 gesichert

- Sanierung und Fortführung angestrebt

- Erste Interessenten signalisieren Übernahmeabsichten -

Limburg/Mengerskirchen, 26.11.2018. Die in der ganzen Region bekannte Gebr. Schermuly Busunternehmen GmbH & Co. KG mit Sitz in Mengerskirchen ist insolvent. Das Amtsgericht Limburg hat am 22.11.2018 Rechtsanwalt Jens Lieser von LIESER Rechtsanwälte aus Limburg zum vorläufigen Insolvenzverwalter bestellt. Er verschafft sich zurzeit ein umfassendes Bild über die wirtschaftliche Lage vor Ort, um eine nachhaltige Sanierung und langfristige Zukunftslösung zu ermöglichen.

Busbetrieb uneingeschränkt gewährleistet

Der Busbetrieb und die dazugehörigen Buslinien laufen trotz Insolvenz uneingeschränkt weiter. Damit können alle Fahrgäste der Buslinien die Fahrpläne wie gewohnt weiter in Anspruch nehmen. Die 73 Busse werden vorwiegend im öffentlichen Personennahverkehr der Region und nur zum geringen Teil im Reiseverkehr, wie etwa bei Wochenendreisen im In- und Ausland, eingesetzt. Das Busunternehmen ist für die Region ein wichtiger Partner der Städte und Gemeinden, da es für die Kommunen als Auftraggeber den öffentlichen Personennahverkehr in den Regionen Limburg, Herborn, Westerwald und Montabaur bedient. So befördert das Busunternehmen neben den vielen Pendlern im Nahverkehr auch einen Großteil der Schüler, die in den Gemeinden die örtlichen Schulen besuchen.

Fortführung und Sanierung angestrebt

Der vorläufige Insolvenzverwalter ist zuversichtlich, dass das bereits 1918 gegründete Busunternehmen durch den Einstieg eines neuen Investors die Möglichkeit für einen Neubeginn hat. „Ich sehe durchaus Chancen für eine Sanierung und Fortführung, weil die Region auf einen guten und verlässlichen Personennahverkehr dringend angewiesen ist“, sagt Rechtsanwalt Jens Lieser.

Suche nach neuem Investor

Ziel sei, so Lieser, der Verkauf des Traditionsunternehmens an einen neuen Investor im Rahmen einer übertragenden Sanierung und der Erhalt möglichst vieler Arbeitsplätze. Zu diesem Zweck wird er in den nächsten Wochen Gespräche mit Gläubigern, Banken und potentiellen Investoren führen. Erste Interessenten haben sich bereits gemeldet. „Ich bin optimistisch, dass wir bis Anfang Februar 2019 eine Zukunftslösung für Schermuly finden werden“, fügt Lieser hinzu.

Löhne und Gehälter durch Insolvenzgeld gesichert

Alle 109 Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter wurden auf einer Betriebsversammlung über die Insolvenz und die weiteren Schritte informiert. Die Löhne und Gehälter der 109 Beschäftigten sind bis Ende Januar 2019 durch das Insolvenzgeld gesichert. Rechtsanwalt Jens Lieser hat bereits die notwendigen Maßnahmen für eine Insolvenzgeldvorfinanzierung bei der Agentur für Arbeit in Gießen in die Wege geleitet. Vor dem Hintergrund des harten Wettbewerbs im Linienverkehr und der daraus bedingten finanziellen Schieflage sah sich das Unternehmen gezwungen einen Insolvenzantrag zu stellen.

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