Schultze & Braun: Insolvenzplan bestätigt - Entscheidender Schritt bei der Sanierung der PAMA paper machinery

05.10.2018

(Freiberg, 04. Oktober 2018) Gleich doppelt freuen konnte sich das Sanierungsteam der PAMA paper machinery GmbH am 25. September 2018: „Die Gläubiger haben unseren vorgelegten Insolvenzplan im Erörterungs- und Abstimmungstermin mit 100 Prozent Zustimmung angenommen“, berichtet Erik I. Lippert, geschäftsführender Gesellschafter des Unternehmens. „Durch das Amtsgericht Chemnitz wurde der Plan bestätigt“, so Lippert weiter. Diese Erfolge sind ein entscheidender Schritt bei der Sanierung des Freiberger Unternehmens. „Wir sind sehr froh über die Ergebnisse, unterstreichen diese doch unseren Sanierungsansatz und den eingeschlagenen Weg“, erzählt der Geschäftsführer.

PAMA paper machinery musste im Januar 2018 Insolvenz anmelden, unter anderem aufgrund von vertraglich aufgebürdeten Verpflichtungen des Altgesellschafters. Das Unternehmen nutzt für die Sanierung ein modernes Eigenverwaltungsverfahren, bei dem das Management weiterhin die Geschäfte führt und von dem ESUG-Experten Rechtsanwalt Olaf Schubert, Berlin und Hamburg, sowie durch den Sachwalter Rechtsanwalt Dr. Dirk Herzig, Partner bei der Kanzlei Schultze & Braun, begleitet wird. Er prüft und kontrolliert die Eigenverwaltung. Außerdem unterstützt Dr. Herzig die Geschäftsleitung unter anderem bei Verhandlungen mit Kunden und Interessenten.

Produktion konnte während des Verfahrens fortgeführt werden

Gemeinsam gelang es, den Geschäftsbetrieb und die Produktion unverändert weiterzuführen – keine Selbstverständlichkeit, wie Dr. Dirk Herzig erläutert: „PAMA paper machinery entwickelt und produziert Papiermaschinen sowie Komponenten dafür, vor allem für Sonderanwendungen wie Sicherheitspapiere oder technische Papiere/Vliese wie Filterpapiere oder Feuerfeststoffe. Das Geschäft ist somit stark auf Projektaufträge ausgerichtet, die Fertigungszeiten sind entsprechend lang. Wir setzten auf eine offene Kommunikation und konnten so die Kunden überzeugen, dass sie auch innerhalb der Sanierung einen verlässlichen Partner an ihrer Seite haben – obwohl die üblichen Bürgschaften zur Absicherung, zum Beispiel von Anzahlungen, nicht gegeben werden konnten. Wir erwarten hier eine weitere Stabilisierung mit Aufhebung des Verfahrens“, so der Sachwalter weiter. Die Beteiligten hoffen, dass innerhalb der kommenden drei bis vier Wochen das Insolvenzverfahren vom Gericht aufgehoben wird. „Derzeit finden die vorbereitenden Maßnahmen zum Abschluss des Verfahrens statt. Dazu gehört zum Beispiel die Schlussrechnung, die dann vom Gericht noch geprüft wird“, so Herzig weiter.

Alle Arbeitsplätze und Standort bleiben erhalten

Bei der Erstellung des Insolvenzplans sowie der Umsetzung der Sanierungsmaßnahmen wurde Geschäftsführer Erik I. Lippert maßgeblich von Rechtsanwalt Olaf Schubert als Verfahrensbevollmächtigten und Dr. Christian Matiebel als Sanierungsgeschäftsführer unterstützt. „In den vergangenen Monaten haben wir bereits wichtige Schritte für die Restrukturierung gemacht, finanz- und leistungswirtschaftlich“, so Dr. Christian Matiebel. „Damit die PAMA paper machinery wieder nachhaltig wettbewerbsfähig am Markt aktiv sein kann, arbeiteten wir gemeinsam mit allen Beteiligten an der Optimierung der internen Prozesse und Strukturen. Auch die finanzwirtschaftliche Reorganisation ist weit fortgeschritten und soll nun mittels des Insolvenzplans abgeschlossen werden.“ Eine aufregende Zeit haben Geschäftsführer Lippert und die Mitarbeiter in Freiberg hinter sich, nun können sie wieder positiv in die Zukunft blicken. „Ich freue mich über den erfolgreichen Verlauf der Eigenverwaltung und bin sehr dankbar, dass es uns gemeinsam gelungen ist, alle 60 Arbeitsplätze und unseren Standort in Freiberg zu erhalten“, erzählt Erik I. Lippert. „Ein herzliches Dankeschön geht an alle, die unseren Weg unterstützt haben. Dazu gehören in erster Linie unsere Mitarbeiter, die mit viel Herzblut und Engagement dabei sind. Auch Kunden und Lieferanten haben zu uns gehalten. Und mit dem Sanierungsteam um Dr. Matiebel und dem Sachwalter Dr. Herzig war die Zusammenarbeit stets gut, pragmatisch und schnell; sehr gute Grundvoraussetzungen für den bisherigen erfolgreichen Verlauf. Wir haben gemeinsam schon viel erreicht. Nun möchten wir weiter vorangehen und neue Themen anpacken“, so der Geschäftsführer. Dazu gehört auch die Kooperation mit einem langjährigen guten Geschäftspartner, die PAMA eingehen konnte. „Eine Win-Win Situation, die den Vertrieb zusätzlich stärken wird“, freut sich Erik l. Lippert. Details dazu wird das Unternehmen in einigen Wochen bekanntgeben. „Für die vielen anstehenden Aufgaben möchten wir uns personell weiter verstärken – Interessenten sind herzlich eingeladen, sich zu melden“, so der Geschäftsführer.

Weitere Informationen gibt es unter www.pama-papermachinery.com

Anlage: Pressefoto aus der Produktion zur kostenlosen Nutzung mit Quellenangabe des Unternehmens

Über PAMA paper machinery GmbH

Der Mittelständler bietet moderne, intelligente Lösungen und effiziente Systeme zur Produktion von Spezialpapier und Vliesstoffen auf Weltmarktniveau. Im Geschäftsbereich der Lohnfertigung verfügt PAMA paper machinery zudem über einen umfangreichen Spezial-Maschinenpark, der jegliche Zerspanungs-, Hobel-, sowie Schleiftätigkeiten von sehr großen Werkstücken ermöglicht. Die Historie des Unternehmens geht bis ins Jahr 1855 zurück. Heute arbeiten am Standort in Freiberg, Sachsen, 60 Beschäftigte.

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