Haacke Haus: Amtsgericht Celle stimmt Antrag auf Sanierung in Eigenverwaltung zu

04.07.2018

• Laufendes Geschäft beim Fertighaushersteller läuft ohne Einschränkungen weiter

• Restrukturierungskurs wird fortgesetzt; Investorenprozess gestartet

• Rechtsanwalt Dr. Christian Willmer aus der Kanzlei WILLMERKÖSTER zum vorläufigen Sachwalter bestellt

• Sanierungsexperte Dr. Lorenzo Matthaei aus der Kanzlei Finkenhof unterstützt die Geschäftsleitung bei der Neuausrichtung

Celle, 3. Juli 2018 – Das 1879 gegründete Traditionsunternehmen Haacke Haus mit Hauptsitz in Celle setzt den eingeleiteten Restrukturierungskurs mit einem Sanierungsverfahren in Eigenverwaltung fort. Wie das Unternehmen heute mitteilte, hat das Amtsgericht Celle dem entsprechenden Antrag zugestimmt. Die Eigenverwaltung ist ein modernes Instrument der Insolvenzordnung für Unternehmen, die sich in einer wirtschaftlichen Schieflage befinden, aber eine klare Aussicht auf eine nachhaltige Sanierung haben.

Die Haacke Haus GmbH & Co. KG betreibt Standorte in Celle und Potsdam. Das Unternehmen produziert und vertreibt Fertighäuser, die sich in besonderem Maße durch Ressourcenschonung und einen effizienten Energieeinsatz auszeichnen. Das Unternehmen hat im Geschäftsjahr 2017 ca. 170 Mitarbeiter beschäftigt und einen Umsatz von ca. EUR 24,0 Mio. erwirtschaftet. Die Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter des Unternehmens wurden bereits über die Eigenverwaltung und die nächsten Schritte informiert. Das Sanierungsverfahren in Eigenverwaltung hat keinen Einfluss auf den laufenden Geschäftsbetrieb bei Haacke, dieser läuft uneingeschränkt weiter.

Wie das Unternehmen weiter mitteilte, wird die Geschäftsführung beim Restrukturierungsprozess von einem Team des Rechtsanwalts Dr. Lorenzo Matthaei aus der Kanzlei Finkenhof aus Frankfurt a.M. unterstützt. Matthaei ist Spezialist für Eigenverwaltungen und hat bereits zahlreiche Unternehmenssanierungen aus verschiedenen Branchen begleitet.

Zusätzlich bestellte das Amtsgericht Celle Rechtsanwalt Dr. Christian Willmer aus der Kanzlei WILLMERKÖSTER zum vorläufigen Sachwalter. Aufgabe des Sachwalters ist es, die Einhaltung der insolvenzrechtlichen Vorschriften im Verfahren zu überwachen und Rechte der Gläubiger zu wahren.

Haacke Haus Geschäftsführer Ralf-Peter Kottke erklärte: „Durch das Sanierungsverfahren in Eigenverwaltung können wir die Maßnahmen, die wir zur Effizienzsteigerung bei den Arbeitsabläufen sowie zur Verbesserung der Kostenstrukturen eingeleitet haben, beschleunigen. Das operative Geschäft läuft dabei ohne Einschränkung weiter. Alle laufenden Bauvorhaben werden absprachegemäß fertiggestellt. Der Antrag auf Eigenverwaltung ist uns nicht leichtgefallen, aber wir sehen die Chance, uns in der Eigenverwaltung neu aufzustellen und tragfähige Perspektiven für die Zukunft zu schaffen. Neben der konsequenten Umsetzung des Standortkonzeptes für Celle und Potsdam werden wir im Vertrieb neue Akzente setzen und uns auf die Kernmärkte Norddeutschland und Berlin-Brandenburg konzentrieren.“

Dr. Lorenzo Matthaei, Kanzlei Finkenhof: „Nach einer ersten Bestandsaufnahme lässt sich festhalten, dass Haacke Haus auf einem guten Weg ist. Aufgabe der kommenden Wochen ist es jetzt, gemeinsam einen konkreten Sanierungsplan auszuarbeiten und weitere Fortschritte zu realisieren. Im Zuge dessen werden wir auch einen strukturierten Investorenprozess starten.“

Dr. Christian Willmer, Kanzlei WILLMERKÖSTER: „Die Sanierung in Eigenverwaltung bietet die Chance für einen echten Neuanfang. Haacke Haus hat das Potenzial, diese Chance zu nutzen. In meiner Funktion als Sachwalter werde ich den engen Austausch mit allen Beteiligten suchen.“

Zum Hintergrund:

Hintergrund der wirtschaftlichen Schieflage sind zum einen schwierige Marktbedingungen und starker Wettbewerbsdruck sowie Rückgänge bei den Baugenehmigungszahlen im Einfamilienhaus-Sektor. Hinzukommend hatte das Unternehmen u.a. mit Abgängen von Mitarbeitern in Schlüsselpositionen zu kämpfen. Um dem negativen Trend gegenzusteuern, hatte die Geschäftsführung in den zurückliegenden Monaten bereits erste Maßnahmen zur Neuausrichtung eingeleitet. Es hatte sich jedoch gezeigt, dass diese Restrukturierungsmaßnahmen verstärkt und beschleunigt werden müssen, um das Unternehmen nachhaltig in die Profitabilität zurückzuführen.

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