anchor Rechtsanwälte: ALNO AG - Verkaufsprozess beendet

27.11.2017

- Keine Aussicht auf Fortführungslösung - Dauerhafte Stilllegung der Produktion unvermeidbar -

- Abschluss über Interessenausgleich und Sozialplan mit Betriebsrat -

- Mitarbeiter erhalten betriebsbedingte Kündigungen noch im November 2017 -

Pfullendorf, 24. November 2017. Bittere Nachrichten für die Mitarbeiter der ALNO AG i.I. sowie für Pfullendorf und die Region. Nachdem auch der letzte Interessent kein Angebot für den Erwerb des Geschäftsbetriebs der ALNO AG i.I. abgegeben hat, steht der Traditionshersteller für Küchenmöbel vor dem Aus. Zuvor hatte bereits eine ganze Anzahl von Investoren abgesagt. Damit hat sich die Hoffnung auf eine Fortführungslösung für die Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter zerschlagen. „Wir haben gekämpft und alles versucht, um eine tragfähige Zukunftslösung für ALNO zu finden. Aber ohne einen Investor, der auch bereit gewesen wäre, entschlossen den Investitionsstau zu beseitigen und zudem erhebliche Mittel für die Fortführung des Geschäftsbetriebs investiert hätte, gibt es leider keine Zukunft für ALNO. Dies bedaure ich sehr, denn ich sehe, was ALNO für die Menschen hier in der Region bedeutet“, sagt Prof. Dr. Martin Hörmann, Insolvenzverwalter von ALNO. Auf der heutigen Mitarbeiterversammlung hat sich Prof. Dr. Martin Hörmann bei der Belegschaft und dem Management ausdrücklich für ihren unermüdlichen Einsatz in der schwierigen Phase der letzten Monate bedankt.

Einstellung des Geschäftsbetriebs

Da kein Interessent bereit war, sich bei ALNO zu engagieren, ist nun der Insolvenzverwalter gezwungen, den Geschäftsbetrieb kurzfristig einzustellen und die Betriebsstilllegung einzuleiten. Derzeit werden noch für einen begrenzten Zeitraum Bauteile für die inzwischen verkaufte pino Küchen GmbH gefertigt. Der Insolvenzverwalter und der Betriebsrat haben sich heute über einen Interessenausgleich und einen Sozialplan geeinigt. Die Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter werden noch im November betriebsbedingte Kündigungen erhalten. Einzig ein Team von bis zu 60 Mitarbeitern wird an der Betriebsstätte insolvenzspezifische Abwicklungstätigkeiten übernehmen und eine befristete Zeit lang beschäftigt sein. Die verbliebenen Vermögenswerte des Küchenmöbelherstellers werden demnächst verwertet, soweit das möglich ist.

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